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ebase Fondsbarometer Q1/2014: Fondshandel verliert im ersten Quartal an Fahrt

#Fondsbarometer

Indexstand im März: 85,9 Punkte – Russland verstärkt im Fokus – Nachfrage nach Rentenfonds steigt

Aschheim, 15. April 2014. Vorsichtige Zurückhaltung hat den deutschen Fondsmarkt im Verlauf des ersten Quartals geprägt. Das zeigt das ebase Fondsbarometer, das Käufe und Verkäufe bei der im Fondshandel führenden B2B Direktbank widerspiegelt. Der Index fiel im März auf 85,9 Punkte, nachdem er im Januar noch bei 111,0 Punkten gestanden hatte. Ein Indexwert unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität im Vergleich zum mittleren Jahreswert von 2013 an.

„Nach der Jahresendrally haben viele Fondsberater die Depots ihrer Kunden Anfang 2014 neu aufgestellt“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der ebase. „Angesichts schwelender globaler Unsicherheiten wie der Krimkrise, einer möglichen Zinswende und der anhaltenden Schwäche auf den Emerging Markets schalteten die Fondsberater im Februar und März aber einen Gang zurück.“

Auswirkungen hatte die politische Entwicklung in Russland und der Ukraine im ersten Quartal auf die Nachfrage nach Fonds, die sich in Russland engagieren. Der Kaufquotient lag bei 2,81. Das heißt: Es wurden fast drei Mal so viele dieser Fonds gekauft wie verkauft. „Offenbar rechnen die Fondsexperten nicht mit einer Eskalation der Krise“, so Geyer. „Sie haben günstige Preise dazu genutzt, um einzusteigen.“ Bei Fonds, die in Osteuropa investieren, war hingegen ein massiver Rückzug zu verzeichnen (Kaufquotient: 0,40) – das gleiche gilt für Fonds aus Asien (0,32) und aus anderen Emerging Markets (0,43). „Die Fondsberater haben schon 2013 damit begonnen, Fonds zu veräußern, die in Schwellenländern investieren. Diese Entwicklung hat sich im ersten Quartal 2014 deutlich verschärft“, sagt Geyer.

Bezogen auf die Risikoneigung der Fondstypen waren in den ersten drei Monaten 2014 defensive Anlagen gefragt: Mischfonds kamen auf einen Kaufquotient von 1,32, bei Rentenfonds lag er bei 1,17. „Sicherheit ist Anfang 2014 für die Fondsberater Trumpf“, sagt Geyer. „Deshalb zählen Rentenfonds derzeit zu den gefragtesten Fondstypen und erleben eine kleine Renaissance.“ Reine Aktienfonds hingegen werden eher abgestoßen (0,76). Stattdessen zählten Indexfonds auch im ersten Quartal 2014 zu den Favoriten der Fondsberater. Sie wurden deutlich häufiger gekauft als verkauft (Kaufquotient: 1,48).


In eigener Sache

Zum Jahreswechsel 2014 hat ebase das Fondsbarometer neu gefasst. Die Auswertung ist jetzt aktueller als zuvor: Die monatliche Berechnung von Handelsaktivität, Kauf- und Verkaufstrends wird nun direkt auf das durchschnittliche Handelsvolumen des Vorjahres bezogen, und nicht mehr auf den bisherigen Referenzzeitraum von 2009 bis 2011. So zeigt das Fondsbarometer nicht nur – wie bisher – die Entwicklung des deutschen Fondshandels von Monat zu Monat, sondern ermöglicht unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend. Durch die Neuberechnung sind allerdings die aktuellen vierteljährlichen Werte des ebase Fondsbarometers nicht mehr direkt mit den früher veröffentlichten Werten aus dem Fondsbarometer bis zum Jahr 2013 vergleichbar.


Weiterer Hintergrund zum ebase Fondsbarometer

Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht. Die Auswertung spiegelt die Handelsaktivität aller Fondsberater wider, die für die Mandanten der B2B Direktbank arbeiten. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen. Ein Wert über 100 deutet auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Fondsberater im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2013 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über 1 überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter 1 die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.