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ebase Fondsbarometer Q2/2013: Fonds so aktiv gehandelt wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr

#Fondsbarometer

Indexstand im Juni: 161,2 Punkte – Vor allem Gewinnmitnahmen – Fondsanleger ziehen sich aus Asien und aus den Schwellenländern zurück

Aschheim, 15. Juli 2013. Der Fondshandel in Deutschland hat im zweiten Quartal 2013 noch einmal deutlich angezogen. Das zeigt das ebase Fondsbarometer, das im Juni mit 161,2 Punkten auf den höchsten Stand seit Dezember 2010 kletterte. Der Wert spiegelt die Handelsaktivität von mehr als 50.000 Fondsberatern wider. „Das Auf und Ab an den Börsen hat den Fondsmarkt beflügelt: Von Monat zu Monat ist das Volumen von Käufen und Verkäufen gestiegen“, berichtet Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der ebase. Das Fondsbarometer lag im April bei 121,2 und im Mai bei 127,4 Punkten. Die Berater hätten vor allem auf die günstige Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten reagiert, erklärt Geyer: „Der Höhenflug bei Dax und Dow Jones wurde verstärkt zu Gewinnmitnahmen genutzt, zugleich wurden die Depots zielgerichtet umgeschichtet.“

Bei den Neu- und Wiederanlagen setzen die Fondsberater – wie schon in den vergangenen Quartalen – weiterhin auf Sicherheit. Das zeigt die Analyse der Kaufquotienten; in diesem Wert sind Käufe und Verkäufe gegeneinander gerechnet. Gefragt waren offene geldmarktnahe Fonds (Kaufquotient 1,20) sowie Rentenfonds (1,09). Ein Kaufquotient über 1 zeigt an, dass die Käufe überwiegen. Auch Aktienfonds wurden im zweiten Quartal 2013 intensiv gehandelt. In der Summe wurden sie aber häufiger ver- als gekauft, die Gewinnmitnahmen führten zu einem Kaufquotienten von 0,66. Am Ende der Rangliste liegen offene Immobilienfonds (0,35).

„Eine Trendwende beobachten wir bei den Anlageregionen“, berichtet Geyer, „die Fondsanleger ziehen sich aus Asien und aus Osteuropa zurück, den bevorzugten Anlagezielen früherer Quartale.“ Der Kaufquotient sank bei Fonds, die vor allem in Osteuropa investieren (0,35) ebenso wie für den südostasiatischen Raum (0,57). Die Krise hat nun auch diese Volkswirtschaften getroffen. Investitionen dort stehen weniger im Fokus als noch zu Jahresbeginn. Nur Japan bildet eine Ausnahme: Fonds, die sich dort engagieren, waren gefragt (1,12), allerdings lag auch dieser Kaufquotient im Vorquartal deutlich höher (1,62). „Bisher deutet das Fondsbarometer nicht darauf hin, welche Anlageregion zukünftig hoch im Kurs stehen wird“, ergänzt Geyer. Zu einer Rückkehr der Fondsanleger nach Deutschland (0,58) oder in den Euroraum (0,90) ist es bisher nicht gekommen – dort überwiegen die Verkäufe. „Der Markt kommt in Bewegung, aber ein klarer Trend ist noch nicht auszumachen.“

Hintergrund ebase Fondsbarometer
Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht. Es spiegelt die Handelsaktivität von über 50.000 Fondsberatern in Deutschland wider, die für die Mandanten der ebase arbeiten. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen. Ein Wert über 100 deutet auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Fondsberater im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2009 bis 2011 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über 1 überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter 1 die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.