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ebase Fondsbarometer Q2/2014: Mischfonds und Indexfonds besonders gefragt

#Fondsbarometer

Indexstand im Juni: 74,4 Punkte – Handelsaktivität im Vergleich zum Vorjahr unterdurchschnittlich – Europa und Indien bevorzugte Anlageregionen

Aschheim, 15. Juli 2014. Im zweiten Quartal 2014 war bei den Fondsberatern trotz der hohen Dax-Stände Zurückhaltung geboten. Das zeigt das ebase Fondsbarometer, das die Handelsaktivität bei der im Fondshandel führenden B2B Direktbank widerspiegelt. Im Juni erreichte der Index einen Wert von 74,4 Punkten, nachdem er im Mai auf den bisherigen Jahrestiefstand von 67,4 gefallen war. Ein Indexwert unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Aktivität an, wobei der Jahresdurchschnitt von 2013 als Referenzwert dient.

„Gründe für die Zurückhaltung beim Fondshandel sind neben den Krisen in der Ukraine und im Irak vor allem auch die anhaltenden Spekulationen über die weitere Zinspolitik von Fed und EZB“, erläutert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase. „Abwarten oder Abstoßen“ lautete die Devise im zweiten Quartal: Aktienfonds und Dachfonds wurden häufiger verkauft als gekauft – sie verzeichneten Kaufquotienten von 0,90 bzw. 0,50. „Die Höchststände an den Börsen wurden überwiegend genutzt, um Gewinne mitzunehmen“, erklärt Rudolf Geyer. Hoch im Kurs standen mit Mischfonds (1,57) und Rentenfonds (1,10) eher konservative Fondstypen.



Einen Nachfrageschub erlebten Indexfonds, ihr Kaufquotient schnellte hoch auf 2,23. Damit verzeichnete dieser Fondstyp mehr als doppelt so viele Zuflüsse wie Abflüsse. „Indexfonds zählten schon 2013 zu den Gewinnern des Fondsjahres – an diesen Erfolg scheinen sie 2014 nahtlos anknüpfen zu können“, sagt Geyer.

Bezogen auf die Anlageregion waren Fonds, die sich in Europa engagieren, besonders gefragt – sie erreichten einen Kaufquotienten von 1,31. Für Euroland-Fonds lag der Quotient dagegen nur bei 0,92. US-Fonds kamen sogar nur auf 0,82. 2013 zählten die USA mit einem Quotienten von 1,21 noch zu den beliebtesten Anlageregionen. „Die Fondsberater sind weiterhin skeptisch, ob sich die US-Wirtschaft dauerhaft erholt“, bewertet Geyer.

Von den Schwellenmärkten hat zumindest Indien den negativen Trend der vergangenen Monate drehen können. Fonds, die in diese Anlageregion investieren, erreichten in den Monaten April bis Juni im Mittel einen Kaufquotienten von 1,28, nach einem Wert von 0,41 im Gesamtjahr 2013. „Der Regierungswechsel und die damit verbundenen Impulse für die Wirtschaft der zweitgrößten Volkswirtschaft Asiens werden am Fondsmarkt positiv bewertet“, so Rudolf Geyer. Fonds, die in China investieren, wurden hingegen weiterhin stärker verkauft als gekauft – der Kaufquotient betrug im zweiten Quartal 0,43, nach 0,54 im Gesamtjahr 2013.


In eigener Sache
Zum Jahreswechsel 2014 hat ebase das Fondsbarometer neu gefasst. Die Auswertung ist jetzt aktueller als zuvor: Die monatliche Berechnung von Handelsaktivität, Kauf- und Verkaufstrends wird nun direkt auf das durchschnittliche Handelsvolumen des Vorjahres bezogen, und nicht mehr auf den bisherigen Referenzzeitraum von 2009 bis 2011. So zeigt das Fondsbarometer nicht nur – wie bisher – die Entwicklung des deutschen Fondshandels von Monat zu Monat, sondern ermöglicht unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend. Durch die Neuberechnung sind allerdings die aktuellen vierteljährlichen Werte des ebase Fondsbarometers nicht mehr direkt mit den früher veröffentlichten Werten aus dem Fondsbarometer bis zum Jahr 2013 vergleichbar.

Weiterer Hintergrund zum ebase Fondsbarometer
Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht. Die Auswertung spiegelt die Handelsaktivität aller Fondsberater wider, die für die Kooperationspartner der B2B Direktbank tätig sind. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen. Ein Wert über 100 deutet auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Fondsberater im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2013 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über 1 überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter 1 die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.