ebase Presse

Presse

  • Pressemitteilungen
  • Gastbeiträge
  • ebase Fondsbarometer

ebase Fondsbarometer Q3/2013: Fondshandel flaut ab, vorsichtiges Abwarten ist Trumpf

#Fondsbarometer

Indexstand im September: 90,0 Punkte – Globale Mischfonds und ETFs gefragt –Beteiligungen in China auf der Verkaufsliste

Aschheim, 15. Oktober 2013. Nach einem knappen halben Jahr im Aufwind ist der Fondshandel in Deutschland zuletzt wieder leicht abgeflaut. Das ebase Fondsbarometer, das die Aktivität von mehr als 50.000 Fondsberatern widerspiegelt, sank im September auf ein Zwölf-Monats-Tief von 90,0 Punkten – nach 96,0 im August und 118,3 im Juli. Ein Indexwert unter 100 zeigt ein unterdurchschnittliches Handelsvolumen an. „Nachdem viele Depots im Sommer umgeschichtet worden sind, stehen die Zeichen nun zunächst auf Abwarten“, analysiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der ebase. „Steigende Kurse haben zu moderaten Gewinnmitnahmen geführt. Viele Fondsberater setzen zwar weiter auf aktienorientierte Strategien, sichern die Depots jedoch ab. Ihre Devise: Chancen wahren, aber vorsichtig bleiben.“

Die Auswertung der Fondskäufe und -verkäufe in den vergangenen drei Monaten stützt diese Einschätzung. Aktienfonds wurden im Juli eher gekauft und angesichts der gestiegenen Börsenkurse im August und September überwiegend abgestoßen. Im Saldo überwogen im dritten Quartal die Verkäufe um rund zehn Prozent, der Kaufquotient betrug 0,9. Investiert wurde vor allem in Mischfonds, in jedem der vergangenen drei Monate wurde dieser Fondstyp stärker ge- als verkauft: Der Kaufquotient lag im dritten Quartal bei 1,46. Besonders gefragt waren dabei sowohl konservative als auch gewinnorientierte Fonds mit hohem Aktienanteil. Zugleich setzte sich der Trend zu Indexfonds (ETFs) fort – die wie schon im gesamten Jahr 2013 gefragt waren. Der Kaufquotient im dritten Quartal betrug 1,65. „ETFs gewinnen kontinuierlich an Bedeutung. Die Fondsberater sehen hier offenbar eine gute Möglichkeit, von einer positiven Kursentwicklung zu profitieren.“ Eher abgestoßen wurden indes Dach- und Geldmarktfonds (Kaufquotienten 0,72 und 0,66). Die Abneigung gegenüber offenen Immobilienfonds bestand im dritten Quartal weiter. Hier sank der Wert auf 0,62.

Auch was die Anlageregionen betrifft, setzen die Fondsberater vor allem auf Sicherheit. „Angesichts ihrer aktuellen Schwierigkeiten ist das Vertrauen in die Wirtschaftskraft der Schwellenländer zunächst einmal dahin“, sagt Geyer. Fonds, die bevorzugt dort investieren, zählten zwischen Juli und September wieder zu den Verlierern im ebase Fondsbarometer. Die Verkäufe überwogen deutlich, die Kaufquotienten lagen im dritten Quartal zwischen 0,42 (für Osteuropa) und 0,66 (für den südostasiatischen Raum). „Auch die angestrebten Reformen in China stoßen offenkundig auf Skepsis“, so Geyer. Anteile jener Fonds, die den Schwerpunkt auf das Reich der Mitte legen, wurden überwiegend abgestoßen (0,51). Stattdessen streuen die Fondsberater das Risiko regional. Auf der Kaufliste standen sowohl gesamteuropäisch ausgerichtete Fonds (1,13) als auch solche, die sich global engagieren (1,02). Bevor die US-Haushaltskrise eskalierte, waren auch Fonds mit Schwerpunkt USA gefragt (1,75), wenn auch bei einem geringen Handelsvolumen.


Hintergrund ebase Fondsbarometer
Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht. Es spiegelt die Handelsaktivität von über 50.000 Fondsberatern in Deutschland wider, die für die Mandanten der ebase arbeiten. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen. Ein Wert über 100 deutet auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Fondsberater im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2009 bis 2011 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über 1 überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter 1 die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.