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ebase Fondsbarometer Q3/2014: Nachfrage-Boom bei Indexfonds verstärkt

#Fondsbarometer

Indexstand im September: 73,5 Punkte – Handelsaktivität flaut im Quartalsverlauf ab – Rückzug aus Europa, Schwellenländer gefragt

Aschheim, 15. Oktober 2014. Die Nachfrage nach Indexfonds hat sich im dritten Quartal 2014 weiter verstärkt. Das zeigt das ebase Fondsbarometer, das die Handelsaktivität bei der im Fondshandel führenden B2B Direktbank widerspiegelt. Zwischen Juli und September wurden Indexfonds deutlich öfter gekauft als verkauft. Mit 2,58 erreichte ihr Kaufquotient einen neuen Höchststand, nach 2,23 im zweiten Quartal dieses Jahres. „Kein anderer Fondstyp weist für die vergangenen Monate eine solch kontinuierlich positive Entwicklung auf. 2014 könnte das Jahr der Indexfonds werden“, sagt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

Während Indexfonds einen Boom erlebten, flaute die Handelsaktivität insgesamt im Verlauf des dritten Quartals ab. Ausgehend von 91,6 Punkten im Juli fiel die Aktivität bis September auf 73,5 Punkte. Ein Indexwert unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität gemessen am Jahresdurchschnitt 2013 an.

„Die Fondsberater agieren bislang in 2014 deutlich zurückhaltender als in 2013. Das ebase Fondsbarometer hatte nur im Januar einen Wert über 100 erreicht (Januar: 111,0). Gründe dafür sind anhaltende geopolitische Krisen, etwa derzeit im Irak und in der Ukraine, und die Unsicherheit über die weitere Zinspolitik der EZB und Fed“, erläutert Rudolf Geyer.

Bei den Fondstypen zählten im dritten Quartal mit Mischfonds (Kaufquotient: 1,71) und Rentenfonds (1,15) – wie bereits in den Quartalen zuvor – eher defensive Fondstypen zu den Lieblingen der Fondsberater. Dachfonds (0,70) und Aktienfonds (0,82) wurden hingegen häufiger abgestoßen als gekauft.

Bezogen auf die Anlageregion gehörten Fonds, die sich in Europa engagieren, zu den Verlierern der vergangenen Monate. Ihr Kaufquotient sank von 1,31 im zweiten Quartal auf 0,76 im dritten Quartal – die Fondsberater zogen sich also aus dieser Anlageregion zurück. „Die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Europa ist wieder gewachsen. Hierbei haben die verhängten Wirtschaftssanktionen gegen Russland sicherlich eine Rolle gespielt“, erklärt Rudolf Geyer. Auch das Vertrauen in den europäischen Wirtschaftsmotor Deutschland  hat sich eingetrübt: Fonds, die in Deutschland investieren, wurden im abgelaufenen Quartal ebenfalls eher verkauft als gekauft (Kaufquotient: 0,76).

Eine Trendwende gelang Fonds, die in Schwellenländern investieren. Nach über einem Jahr Skepsis standen diese Fonds im abgelaufenen Quartal erstmals wieder mit einem Kaufquotient von über 1 (1,49) mehrheitlich auf dem Kaufzettel. „Nach einem schwierigen Jahr 2013 schätzen Fondsberater die Wachstumsperspektiven der Emerging Markets nun wieder positiver ein“, sagt Rudolf Geyer.


In eigener Sache
Zum Jahreswechsel 2014 hat ebase das Fondsbarometer neu gefasst. Die Auswertung ist jetzt aktueller als zuvor: Die monatliche Berechnung von Handelsaktivität, Kauf- und Verkaufstrends wird nun direkt auf das durchschnittliche Handelsvolumen des Vorjahres bezogen, und nicht mehr auf den bisherigen Referenzzeitraum von 2009 bis 2011. So zeigt das Fondsbarometer nicht nur – wie bisher – die Entwicklung des deutschen Fondshandels von Monat zu Monat, sondern ermöglicht unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend. Durch die Neuberechnung sind allerdings die aktuellen vierteljährlichen Werte des ebase Fondsbarometers nicht mehr direkt mit den früher veröffentlichten Werten aus dem Fondsbarometer bis zum Jahr 2013 vergleichbar.


Weiterer Hintergrund zum ebase Fondsbarometer
Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht. Die Auswertung spiegelt die Handelsaktivität aller Fondsberater wider, die für die Kooperationspartner der B2B Direktbank tätig sind. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen. Ein Wert über 100 deutet auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Fondsberater im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2013 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über 1 überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter 1 die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.