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ebase Fondsbarometer Q4/2013: Jahresendrally auf dem deutschen Fondsmarkt

#Fondsbarometer

Indexstand im Dezember: 134,4 Punkte – Rückzug aus Emerging Markets, Comeback für US-Fonds – Trend 2013: ETFs

Aschheim, 15. Januar 2014. Verstärkte Handelsaktivität und Gewinnmitnahmen prägten den deutschen Fondsmarkt zum Jahresende 2013. Das zeigt das ebase Fondsbarometer, das Käufe und Verkäufe bei der im Fondshandel führenden B2B Direktbank widerspiegelt. Der Index stieg von 111,1 Punkten im November auf 134,4 Punkte im Dezember. Dies ist der dritthöchste Wert des Jahres 2013. Ein Indexwert über 100 zeigt ein überdurchschnittliches Handelsvolumen an. „Das Kursfeuerwerk beim DAX haben viele Anleger genutzt, um Gewinne zu realisieren. Dafür sprechen vor allem die starken Verkäufe bei den Aktienfonds“, erklärt Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung der ebase.

Im Dezember 2013 lag der Kaufquotient für Aktienfonds bei 0,64. Das heißt: Die Verkäufe überwogen die Käufe um rund ein Drittel. Im gesamten Börsenrekordjahr 2013 lag der Quotient für Aktienfonds bei 0,78. Stärker gekauft als abgestoßen wurden im vergangenen Jahr hingegen vor allem Indexfonds (1,41), Mischfonds (1,13) und Rentenfonds (1,06). „ETFs haben weiter Zulauf“, resümiert Geyer. Im Jahresverlauf hat sich der Bestand an Indexfonds in den Depots der ebase-Kunden nahezu verdoppelt. „Mehr und mehr Fondsberater waren und sind trotz des steigenden Kursniveaus davon überzeugt, dass ein Einstieg in Indexfonds sinnvoll ist. Dieser Trend dürfte sich in diesem Jahr fortsetzen.“

Aber nicht nur der Börsenboom hat sich im vergangenen Jahr auf den deutschen Fondsmarkt ausgewirkt. „Unsere Detailanalyse zeigt: Die großen Trends von 2012 haben sich relativiert“, sagt Geyer. Damals hatten die Fondshändler verstärkt zentraleuropäische Fondsanteile abgestoßen. Fonds, die in Emerging Markets investieren, standen hingegen auf dem Kaufzettel. „2013 war es genau umgekehrt“, so Geyer. Der Abfluss aus zentraleuropäischen Fonds wurde gestoppt. Der Kaufquotient stieg von 0,77 im Jahr 2012 auf 1,01 im vergangenen Jahr. 

Das Interesse an Schwellenländern und osteuropäischen Fonds war zuletzt hingegen deutlich geringer. Die Kaufquotienten für diese Regionen lagen im Jahresdurchschnitt 2013 bei 0,79 und 0,38. „Stattdessen haben wir ein Comeback nicht nur der europäischen, sondern auch der US-amerikanischen Fonds registriert“, sagt Geyer. Der Kaufquotient lag bei 1,21. „Die Erholung der US-Wirtschaft hat sich positiv auf die Investitionsneigung ausgewirkt.“

Hintergrund ebase Fondsbarometer

Das ebase Fondsbarometer wird vierteljährlich veröffentlicht. Die Auswertung spiegelt die Handelsaktivität aller Fondsberater wider, die für die Mandanten der B2B Direktbank arbeiten. Das ebase Fondsbarometer setzt sich aus zwei Elementen zusammen: der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiert auf dem Handelsvolumen. Ein Wert über 100 deutet auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Fondsberater im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2009 bis 2011 hin; ein Stand unter 100 zeigt eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an. Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region werden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei werden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über 1 überwiegen die Mittelzuflüsse, bei einem Kaufquotienten unter 1 die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.