ebase Jahresendversand

Jahresendversand

  • Wichtige Informationen
  • FAQs

Informationen zu Ihren Jahresendunterlagen

Ab Jahresbeginn 2021 stellen wir Ihnen folgende Informationen automatisch in Ihrem Online-Postkorb zur Verfügung: 

  • Jahresdepotauszug zum 31. Dezember 2020
  • Steuerbescheinigung 2020 (inkl. Erträgnisaufstellung) ggf. mit Verlustbescheinigung
  • ggf. eine Information über den Verlustausgleich 2020
  • ggf. elektronische Vermögensbildungsbescheinigung 2020

Hinweis: Diese Unterlagen werden ausschließlich im Online-Postkorb zur Verfügung gestellt. Ein postalischer Versand dieser Unterlagen erfolgt nicht. Es sei denn, dass gemäß unserem Preis – und Leistungsverzeichnisses, ein entgeltpflichtiger postalischer Zusatzversand vereinbart wurde.

Ab Ende April 2021 stellen wir Ihnen den Quartalsdepotauszug und die Jahressteuerbescheinigung zur Verfügung. Sollten Sie einen Vertrag über Vermögenswirksame Leistungen bei uns führen, erhalten Sie die Information zur elektronischen Meldung der Vermögenswirksamen Leistungen bis voraussichtlich Mitte Mai.

Zum 30. Juni steht für viele Fonds das Geschäftsjahresende an. Sobald alle erforderlichen Daten des jeweiligen Fonds bei ebase eingegangen sind, erfolgt im Anschluss (voraussichtlich zu Beginn des dritten Quartals) der Versand der individuellen Kostentransparenz (Ex-post-Kosteninformation).

Elektronische Vermögensbildungsbescheinigung (VL-Bescheinigung)

Ab dem 01.01.2018 ist eine Änderung im 5. Vermögensbildungsgesetz in Kraft getreten. Die Arbeitnehmer-Sparzulage kann künftig nicht mehr mittels der „Anlage VL“ in Papierform beantragt werden. Dafür wird eine elektronische Vermögensbildungsbescheinigung eingeführt.

Das bedeutet für Sie:

Wir stellen Ihnen zukünftig keine VL-Bescheinigung (Anlage VL) mehr postalisch zur Verfügung, sondern melden die Daten elektronisch an das zuständige Finanzamt.

Die elektronische Übermittlung für die Vermögenswirksamen Leistungen erfolgt spätestens bis Ende Februar des Folgejahres.

Beantragung der Arbeitnehmersparzulage:

Die Arbeitnehmersparzulage können Sie weiterhin über Ihre Einkommensteuererklärung beantragen (Mantelbogen Zeile 91 und Kreuz „Antrag auf Festsetzung der Arbeitnehmer-Sparzulage“). Eine Bescheinigung über vermögenswirksame Leistungen ist nicht mehr notwendig.

Vorabpauschale

Die bisher aufwendige Thesaurierungsbesteuerung wird durch die Vorabpauschale abgelöst. Ab 2018 wird für inländische und ausländische Investmentfonds, die keine oder nur eine geringe Ausschüttung im Kalenderjahr vorgenommen haben eine sog. Vorabpauschale als Besteuerungsgrundlage angesetzt.

Die Vorabpauschale ist eine pauschalisierte Mindestrendite, die sich am Basiszins der risikolosen Marktverzinsung der Bundesbank orientiert und jährlich am 2. Kalendertag des Folgejahres für das abgelaufene Kalenderjahr ermittelt wird.

Erhoben wird die Vorabpauschale nur, sofern eine positive Wertentwicklung des Investmentfonds vorliegt. Die Vorabpauschale ist somit auf den Wertzuwachs des Fonds im Kalenderjahr begrenzt.

Die vom Kunden zu leistende Steuer auf die Vorabpauschale als Bemessungsgrundlage (ggfs. unter Berücksichtigung von Teilfreistellungen bzw. NV-Bescheinigungen) wird bei ebase im Januar 2020 durch Stückeverkauf in Höhe der benötigten Steuerliquidität beglichen. Sollte dies nicht möglich sein, erfolgt eine entsprechende Meldung an das Finanzamt.

Die Vorabpauschale fließt Ihnen am 21.01.2021 für das Kalenderjahr 2020 zu.

Um einen Stückeverkauf zu vermeiden, empfehlen wir die Einrichtung eines Freistellungsauftrags.

Bei einem Verkauf der Fondsanteile wird die Vorabpauschale vom tatsächlichen Veräußerungsgewinn abgezogen.

Eine ausführliche Erklärung zur Vorabpauschale bietet das Video des BVI.

Zudem finden Sie eine ausführliche Beispielrechnung für die Vorabpauschale in unseren FAQs.

FAQs

Was ist die Steuerbescheinung?

Die Steuerbescheinigung dient Ihnen als Nachweis, über Ihre Kapitalerträge oder gegebenenfalls abgeführten Steuern, gegenüber dem Finanzamt. Der Aufbau der Bescheinigung ist von der Finanzverwaltung vorgeschrieben.

Wozu benötige ich eine Steuerbescheinigung?

Nach Abzug der Kapitalertragsteuer durch die Banken ist die Steuerpflicht oftmals bereits abgegolten. Sie brauchen Ihre Kapitalerträge daher nicht zwingend mit der Anlage KAP gesondert zu erklären. In einigen Fällen ist es dennoch vorteilhaft oder verpflichtend eine Steuererklärung abzugeben, z. B. wenn der Sparer-Pauschbetrag (Freistellungsauftrag) nicht vollständig ausgeschöpft wurde.

Bis wann kann ich die Verlustbescheinigung bestellen?

Sie können die Verlustbescheinigung für das laufende Kalenderjahr bis zum 15. Dezember bestellen. Eine Bestellung für vergangene Jahre ist leider nicht möglich.

Bitte beachten Sie: Es handelt sich hierbei um eine gesetzliche Frist. Diese wird nicht von der ebase festgelegt.

Wozu dient die Verlustbescheinigung?

Mit Hilfe der Verlustbescheinigung können Sie - im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung - Verluste mit etwaigen Kapitalerträgen verrechnen, die bei unterschiedlichen Instituten entstanden sind.

Bitte beachten Sie: Durch die Verlustbescheinigung erfolgt kein Übertrag der Verluste ins Folgejahr. Die Verluste können dann auf Bankebene nicht mehr im Steuerabzugsverfahren berücksichtigt werden.

Mein VL-Vertrag ist endfällig – Was muss ich tun?

Das Ende der gesetzlichen Festlegungsfrist Ihres vermögenswirksamen Wertpapiersparvertrages (VL-Vertrag) wurde auf Ihren Depotauszügen angedruckt.

  • Möchten Sie Ihren VL-Vertrag weiterhin besparen? Dann müssen Sie nichts tun, der Vertrag verlängert sich mit der nächsten Einzahlung automatisch. Im Folgevertrag unterliegen nur die neu angelegten Fondsanteile der gesetzlichen Sperrfrist.
  • Haben Sie uns vorab einen Verkaufsauftrag für Ihren zum Jahresende fälligen VL-Vertrag erteilt, wird Ihr Anteilsbestand am ersten Börsentag nach Sperrfristende veräußert. 
  • Haben Sie uns in Ihrem Verkaufsauftrag Ihre Bankverbindung mitgeteilt, erfolgt die Auszahlung durch die ebase per Überweisung auf Ihr Bankkonto.
  • Haben Sie uns Ihren Verkaufsauftrag ohne Angabe einer Bankverbindung erteilt, erhalten Sie von der ebase einen Verrechnungsscheck zugeschickt.

Weitere Informationen rund um das Thema Vermögenswirksame Leistungen finden Sie hier.

Mir fehlt ein Depotauszug, warum?

Bei dem fehlenden Depotauszug handelt es sich um Ihren Jahresdepotauszug per 31.12. des vorangegangenen Jahres. Diesen werden wir Ihnen nach interner Prüfung durch unsere Revision schnellstmöglich zur Verfügung stellen.

Ich habe noch keine Unterlagen erhalten, an wen kann ich mich wenden?

Sollten Sie bis Mitte Mai die Unterlagen noch nicht erhalten haben, wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.

Wie kann ich Online-Kunde werden?

Wenn Sie noch kein Online-Kunde sind, können Sie Ihren Online-Zugang einfach und in wenigen Schritten über unsere Webseite beantragen. Klicken Sie hierzu bei "Services" auf "Online-Banking" und dort auf den Button "PIN anfordern".

Was ist eine Vorabpauschale und wann kann diese anfallen?

Ab 2018 wird für inländische und ausländische Investmentfonds, die keine oder eine nur geringe Ausschüttung im Kalenderjahr vorgenommen haben, eine sogenannte Vorabpauschale als Besteuerungsgrundlage angesetzt. 

Die Vorabpauschale ist eine pauschalisierte Mindestrendite, die sich am Basiszins der risikolosen Marktverzinsung der Bundesbank orientiert. Der für das betreffende Kalenderjahr anzuwendende Basiszins wird von der Finanzverwaltung veröffentlicht. Die Vorabpauschale wurde erstmalig am 02.01.2019 für das Kalenderjahr 2018 erhoben und wird jeweils am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres für das vorangegangene Kalenderjahr ermittelt.

Die Vorabpauschale wird nur erhoben, sofern eine positive Wertentwicklung des Investmentfonds vorliegt.
Auf die Vorabpauschale ist ebenfalls der jeweilig gültige Teilfreistellungssatz anzuwenden. 

 

Wie wird die Vorabpauschale ermittelt?

Die Vorabpauschale ist der Betrag, um den die Ausschüttungen eines Investmentfonds innerhalb eines Kalenderjahres den Basisertrag für dieses Kalenderjahr unterschreiten. Der Basisertrag wird ermittelt durch Multiplikation des Rücknahmepreises des Investmentanteils zu Beginn des Kalenderjahres mit 70% des Basiszinses. Der Basisertrag ist auf den Mehrbetrag begrenzt, der sich zwischen dem ersten und dem letzten im Kalenderjahr festgesetzten Rücknahmepreis zuzüglich der Ausschüttungen innerhalb des Kalenderjahres ergibt.

Beispiel Ermittlung der VorabpauschaleBetrag/Prozent
Wert des Fondsanteils am 02.01.2019100,00 EUR
Wert des Fondsanteils am 31.12.2019100,20 EUR
Ausschüttung je Anteil am 13.11.20191,00 EUR
Basiszins 20190,52 %
70 % vom Basiszins0,36 %
max. Basisertrag je Anteil (100 x 0,36 %)0,36
Wertsteigerung je Anteil0,20 EUR
+ Ausschüttung1,00 EUR
= Obergrenze1,20 EUR
abzgl. Ausschüttung je Anteil1,00 EUR
Vorabpauschale vor Teilfreistellung0,20 EUR
Aufnahme Teilfreistellung 30% 
Vorabpauschale nach Teilfreistellung0,14 EUR

 

Wie berechnet sich der Veräußungsgewinn nach Teilfreistellung?

Für die Vorabpauschale kann maximal der Basisertrag i. H. v. 70% des Basiszinssatzes angesetzt werden. Die Wertsteigerung während des Kalenderjahres plus die Ausschüttung bildet die Obergrenze für die Vorabpauschale. Von dieser Obergrenze sind die Ausschüttungen des Jahres abzuziehen.

Beispiel VeräußerungsgewinnBetrag/Prozent
Kauf des Fondsanteils am 13.11.201899,50 EUR
Verkauf des Fondsanteils am 19.02.2020109,50 EUR
Veräußerungsergebnis vor Berücksichtigung Vorabpauschale10,00 EUR
abzüglich Vorabpauschale0,20 %
Veräußerungsergebnis nach Berücksichtigung Vorabpauschale0,36 %
Annahme Teilfreistellung 30%0,36
Veräußerungsergebnis nach Teilfreistellung6,86 EUR

Fällt für 2020 eine Vorabpauschale an und bin ich davon betroffen?

Seit der Investmentsteuerreform zum 1. Januar 2018 wird für inländische und ausländische Investmentfonds, die keine oder eine nur geringe Ausschüttung im Kalenderjahr vorgenommen haben, eine sogenannte Vorabpauschale als Besteuerungsgrundlage angesetzt.

Die Vorabpauschale wird nur erhoben, sofern eine positive Wertentwicklung des Investmentfonds vorliegt. Durch die Vorabpauschale erfolgt eine Mindestbesteuerung auf Anlegerebene in Höhe des sog. Basisertrages.

Der Basisertrag für 2020 beträgt 70% des für 2019 festgesetzten Basiszinssatz von 0,07 % (entspricht 0,049 %).

Die Vorabpauschale für das Jahr 2020 ist zum 2. Januar 2021 als Ertrag anzusetzen, soweit

  • Ihr Fonds in 2020 eine ausreichende Wertsteigerung erzielt hat und
  • die Fondsausschüttungen in 2020 niedriger als der berechnete Basisertrag waren.

Was bedeutet das für Sie?

Wir berechnen die Vorabpauschale, sobald uns die entsprechenden Daten von der Fondsgesellschaft im Januar gemeldet werden.
Eine Vorabpauschale ist nicht zu berücksichtigen wenn

  • uns ein Freistellungsauftrag in ausreichender Höhe vorliegt (nur im Privatvermögen)
  • noch nicht verrechnete Verluste vorhanden sind (nur im Privatvermögen)
  • eine entsprechende Nichtveranlagungsbescheinigung eingereicht wurde (sowohl im Privat- als auch im Betriebsvermögen.)

Der Betrag für den Einbehalt der Kapitalertragssteuer, Solidaritätszuschlag und ggfs. Kirchensteuer auf die Vorabpauschale wird durch einen Stückeverkauf der Fondsanteile zur Verfügung gestellt.

Wichtig für Sie:

Bei einem Verkauf Ihrer Fondsanteile werden die bisher von Ihnen bereits versteuerten Vorabpauschalen vom Verkaufserlös wieder abgezogen, um eine doppelte Besteuerung zu vermeiden. Sollte ein entsprechender Stückeverkauf für den Einbehalt der Kapitalertragssteuer, Solidaritätszuschlag und ggfs. Kirchensteuer auf die Vorabpauschale in Ihrem Depot nicht möglich sein, sind wir gesetzlich dazu verpflichtet, den Betrag der Vorabpauschale, auf den keine Kapitalertragsteuer einbehalten werden konnte, zusammen mit Ihren persönlichen Daten an unser Betriebsstättenfinanzamt zu melden.

Was bedeutet die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ab 2021 für mich?

Die vom Gesetzgeber ab 2021 beschlossene Ermäßigung des Solidaritätszuschlags gilt nicht für Einkünfte aus Kapitalvermögen i.S.d. §32d Abs. 3 und 4 EStG, §3 Abs. 3 Satz 2 SolZG. Wir sind daher auch ab 2021 verpflichtet, auf die Kapitalertragssteuer, ohne Berücksichtigung von Freibeträgen, den Solidaritätszuschlag von 5,5 % einzubehalten. Die Nichtberücksichtigung der Ermäßigung bei der Festsetzung des Solidaritätszuschlags auf Einkünfte aus Kapitalvermögen i.S.d. §32d Abs. 3 und 4 EStG gilt auch im Rahmen der Veranlagung bei dem Finanzamt.